Verabschiedung von Michael Kurschus

Vielen Dank, Herr Kurschus!

Langjähriger Ausbilder und Lehrer an der Wigbertschule wurde in den Ruhestand verabschiedet!

 

Am Ende des Schuljahres versammelte sich das Lehrerkollegium der Wigbertschule im Musikraum 137, um Studiendirektor Michael Kurschus, Ausbilder für das Fach Sport und Lehrer für Sport und Deutsch an der Wigbertschule, in den Ruhestand zu verabschieden. Die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand hatte ihm bereits am Vortag Thomas Busold, der kommissarische Leiter des Studienseminars, im Rahmen der Seminarabschlussfeier ausgehändigt. Dabei war seine Tätigkeit als Ausbilder gewürdigt worden. In der Wigbertschule ging es vorwiegend um seine schulische Tätigkeit.

 

Die Würdigung übernahm Schulleiterin Sandra Möllers, die in Anlehnung an die derzeit stattfindende FIFA-Weltmeisterschaft ihre Rede im Stile einer Fußballreportage hielt.

 

Michael Kurschus wuchs als Sohn eines evangelischen Pfarrers im osthessischen Obersuhl an der ehemaligen innerdeutschen Grenze auf. Nach einigen Jahren zog seine Familie dann nach Siegen, wo er das Evangelische Gymnasium Siegen-Weidenau besuchte und im Jahr 1979 sein Abitur abgelegt hat.

 

Nach dem Zivildienst an den von Bodenschwinghschen Anstalten Bethel in Bielefeld studierte Michael Kurschus Germanistik und Sport an der Philipps-Universität Marburg, wo er im Jahr 1988 sein Erstes Staatsexamen ablegte. Sodann vertiefte er seine pädagogische Praxis als Sozialarbeiter in der sport- und bewegungsbezogenen Jugendsozialarbeit beim Arbeitskreis „Soziale Brennpunkte“ in Marburg-Waldtal.

 

Sein Referendariat leistete Michael Kurschus am Schwalmgymnasium in Schwalmstadt-Treysa ab, wo er im Jahr 1994 sein Zweites Staatsexamen bestanden hat. In den kommenden beiden Schuljahren sammelte er Erfahrung am Gymnasium in Barth an der Ostsee, wo er bis heute einen Zweitwohnsitz hat, sowie an der Ludwig-Braun-Schule für Lern- und Erziehungshilfe ebenfalls in Schwalmstadt-Treysa.

 

Im Jahr 1996 wurde ihm als überzeugter Protestant eine Stelle als Studienrat im damals katholisch-konservativen Domgymnasium, der Rabanus-Maurus-Schule, angeboten, so dass es ihn nun nach Osthessen verschlug. Dort wurde bald das Studienseminar für Gymnasien in Fulda auf seine sportdidaktischen Fähigkeiten aufmerksam, so dass er ab 2005 einen Ausbildungsauftrag für das Fach Sport am Studienseminar in Fulda erhielt. Aber auch durch die Übernahme vieler anderer Aufgaben erarbeitete sich Kurschus im Jahr 2006 die Stelle als  Oberstudienrat.

 

Nach zwei Jahren an der Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach wechselte Michael Kurschus auf eigenen Wunsch im Jahr 2011 an die Wigbertschule. Zur gleichen Zeit wurde er zum Studiendirektor als Ausbilder für das Fach Sport am Studienseminar befördert. Dort hat Michael Kurschus eine Vielzahl von Sportlehrkräften ausgebildet und war somit zentral für die didaktische Weiterentwicklung des Faches Sport in Osthessen verantwortlich. Aber auch die Referendarinnen und Referendare an der Wigbertschule hat Michael Kurschus regelmäßig im Modul BRB an der Wigbertschule eingeführt, begleitet und beraten.

 

Sein Aufgabenspektrum im schulischen Bereich war vielfältig: Bis zuletzt war er Mitverantwortlicher für den Austausch mit den Partnerschulen der Wigbertschule im polnischen Proskau. In jedem Jahr beherbergte er entweder gastfreundlich die mitfahrenden Lehrkräfte aus Polen oder er begleitete eine Schülergruppe in die Partnergemeinde von Hünfeld. Legendär waren auch seine Schulralleys und Spiele im Rahmen des Austausches. Auch innerhalb der Fachschaft Sport übernahm er wie selbstverständlich die anstehenden Aufgaben. Besonders hervorzuheben ist sein Engagement als Prüfungsvorsitzender im Fach Deutsch im mündlichen Abitur in den letzten Jahren.

 

„Wer Sie kennt, wusste, dass Sie die übernommenen Aufgaben gewissenhaft und für alle Beteiligten gut ausführte,“ so Sandra Möllers. Er unterstützte seine Schülerinnen und Schüler stets darin, ihre Meinung zu äußern, sich zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen und sich gegen Hass, Ausgrenzung und Polarisierung einzusetzen. Für ihn war es ein pädagogischer Grundwert, demokratische Verantwortung zu übernehmen und vorzuleben.

 

Neben der Würdigung durch die Schulleitung und durch Katrin Hellmann, Vorsitzende des Schulpersonalrates, dankten auch die Schulsprecher Tolgar Güngör (Q2) und Paula Raschka (E2G1) Michael Kurschus für seine Tätigkeiten an der Wigbertschule.

 

Allen Wortbeiträgen gemein war die große Wertschätzung für einen Lehrer, der seinen Schülerinnen und Schülern sowohl sportliche Techniken und Literatur als auch Rüstzeug für das Leben vermittelte.

 

Für die Fachschaften Sport und Deutsch brachten deren Fachsprecher Jan Kierblewski, Sabine Mielke und Melanie Förster-Höll die Dankbarkeit der Fachschaftsmitglieder zum Ausdruck. Michael Kurschus sei ein sehr guter Ratgeber und ein Vorbild als erfahrener Lehrer innerhalb der Fachschaften gewesen.

 

Ein extra für diesen Anlass zusammengestellter Chor drückte mit der umgedichteten Hymne  von Arminia Bielefeld, dem Lieblingsverein von Michael Kurschus, seine Wertschätzung aus. Die Feier wurde von Thomas Nüdling am Klavier und Pia-Maria Sauer am Saxophon einfühlsam umrahmt. Zum Schluss sang der Lehrerchor für seinen Basssänger Michael Kurschus den irischen Segen und wünschte dem begeisterten Chorsänger für die kommende unterrichtsfreie Zeit die besten Segenswünsche.

 

 

 

 

 

 

 

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