Ein Licht für den neuen Weg
Ökumenischer Gottesdienst zum Schuljahresanfang
Ein Licht für den neuen Weg – Ökumenischer Schuljahresanfangsgottesdienst an der Wigbertschule
„Lass dein Licht (Gottes) leuchten!“ – unter diesem ermutigenden Titel stand der ökumenische Schuljahresanfangsgottesdienst der Wigbertschule am Freitag, 14. August 2026 ab 10 Uhr in der Klosterkirche Hünfeld. Im Mittelpunkt standen dabei besonders die neuen Schülerinnen und Schüler der Klassen 5, für die mit dem Wechsel an das Gymnasium ein neuer und aufregender Lebensabschnitt begonnen hatte.
In ökumenischer Verbundenheit wurde der Gottesdienst mit der evangelischen Pfarrerin Lea-Katharina Müllerund dem katholischen Pater Bartek gemeinsam gefeiert. Unterstützt wurden sie von der kath. Religionslehrerin Marie-Luise Müller-Kessler und der ev. Religionslehrerin Dr. Katja Müller sowie von Schülerinnen und Schülern aus der 7. Jahrgangsstufe und der E-Phase. Musikalisch begleitet wurde die Feier an der Orgel von Thomas Nüdling.
Schon der Beginn machte deutlich, worum es an diesem Vormittag gehen sollte: Nach dem Orgelvorspiel und der Begrüßung durch Pfarrerin Müller sang die Schulgemeinde, als Zeichen der Gemeinschaft und Verbundenheit – auch im Zeichen des Jubiläumsjahres – gemeinsam das Wigbert-Lied. Ein Anspiel, vorbereitet von Marie-Luise Müller-Kessler mit Schülerinnen der 7. Jahrgangsstufe, griff anschließend das zentrale Bild des Gottesdienstes auf: Ein neues Mitglied der Schulgemeinschaft fühlt sich zunächst unsicher und „leuchtet“ noch nicht. Andere wenden sich ihm zu und schenken ihm ihr Licht – bis auch bei ihm selbst ein Licht sichtbar wird.
Damit wurde eine wichtige Botschaft für den Start ins neue Schuljahr sichtbar: Niemand muss seinen Weg allein gehen. Gemeinschaft, Freundschaft, gegenseitige Unterstützung, Begleitung sowie Vertrauen in und der Glaube an Gott können zu Lichtern werden, die Orientierung geben, wenn etwas neu oder schwierig ist.
Besonders eindrucksvoll wurde dies in der gemeinsam verantworteten Predigt von Pater Bartek und Pfarrerin Müller. Während der Predigt entstand eine Kerze: Schülerinnen und Schüler notierten darauf, was für sie in der kommenden Schulzeit ein Licht sein kann. So wurde aus einer einfachen Kerze ein Zeichen für die Wünsche, Hoffnungen und guten Gedanken der Schulgemeinschaft. Die Kerze soll auch bei zukünftigen Schulgottesdiensten der Wigbertschule Verwendung finden.
Für die Fünftklässler wurde das Thema anschließend ganz persönlich: Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a bis 5e wurden nacheinander nach vorne gerufen und erhielten ein kleines Teelicht als Zeichen des Segens und als Erinnerung an die Zusage, dass sie ihren neuen Weg nicht alleine gehen. Dabei wird die Botschaft, die sich in dem Teelicht verbirgt, erst sichtbar, wenn es angezündet wird.
Eine besondere musikalische Überraschung erwartete die neuen Schülerinnen und Schüler anschließend: Der Lehrerchor unter der Leitung von Pia-Maria Sauer sang das Segenslied „Möge die Straße“ für die Fünftklässler und die gesamte Schulgemeinde. So wurde der Wunsch nach einem guten, behüteten und von Gemeinschaft getragenen neuen Schuljahr musikalisch in besonderer Weise zum Ausdruck gebracht.
Selbstständig formulierte Fürbitten, das gemeinsame Vaterunser und Musik führten schließlich zum Abschlusssegen, den Pfarrerin Müller und Pater Bartek gemeinsam spendeten. Mit dem fulminanten Orgelnachspiel von Thomas Nüdling endete ein Gottesdienst, der nicht nur den Beginn eines neuen Schuljahres markierte, sondern vor allem Mut machte: Jede und jeder kann dazu beitragen, dass es in der Wigbertschule heller wird.
Vielleicht ist genau das die schönste Botschaft zum Schuljahresbeginn: Lass dein Licht (Gottes) leuchten – und hilf mit, dass auch andere ihr Licht entdecken!