Austausch der Wigbertschule mit Proskauer Schulen

Schüleraustausch zwischen der Wigbertschule und Schulen aus Proskau

 

Ende Mai besuchte wieder eine Gruppe von 18 Schülerinnen und Schülern von Schulen der Hünfelder Partnergemeinde Proskau die Wigbertschule. Dies war ein Gegenbesuch der Fahrt einer Gruppe der Wigbertschule im Oktober nach Proskau in Polen. Der Austausch funktioniert deshalb so gut, da in Proskau eine starke deutschsprachige Minderheit ist und viele Schülerinnen und Schüler durch ihre Eltern und Großeltern Erfahrungen mit der deutschen Sprache haben.

 

Im Austauschkonzept spricht dieser Austausch die jüngeren Jahrgangsstufen an, noch vor den Fahrten nach Frankreich und China, da Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 9 eingeladen werden. Begleitet wurden die Jugendlichen von drei Lehrerinnen, u.a. von Aurelia Skowronska-Gozdz, die den Austausch schon seit 2007 leitet.

 

Nach der herzlichen Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter Matthias Leibold an der Wigbertschule wurde die Gruppe – und auch eine Austauschgruppe aus Klein Schimnitz, die die Jahnschule betreute – im Hünfelder Rathaus von Bürgermeister Benjamin Tschesnok willkommen geheißen. Die Stadt Hünfeld lud die polnischen Schülerinnen und Schüler anschließend zu einem gemeinsamen Essen ein.

 

Weitere Programmpunkte des Austauschs waren eine Fahrt ins Bergwerk Merkers, eine Wanderung an den Burghauner Weiher, ein Sportvormittag und eine Kanutour auf der Fulda. Das Programm endete mit einem Projekttag zum Thema Frieden und dem Besuch des Frühlingskonzertes der Wigbertschule.

 

Studiendirektor Michael Kurschus, der zusammen mit Oberstudienrat Christoph Heigel den Austausch organisierte, sieht den regelmäßigen Austausch mit einer Schule in Polen als einen wichtigen Baustein an, um Europa bereits für jüngere Schülerinnen und Schülern durch ganz persönliche Begegnungen erlebbar zu machen. „Gerade in Zeiten einer zunehmenden konfliktreichen politischen wie auch gesellschaftlichen Atmosphäre ist es wichtig, dass Menschen sich direkt begegnen. Nur so können wir erkennen, wie viele Gemeinsamkeiten wir haben und wie künstlich das Trennende ist.“

 

Während vor dem Austausch noch Vorurteile gegenüber unseren östlichen Nachbarn auftauchten, ist am Ende des Austausches davon nichts mehr zu spüren. Die Jugendlichen erkennen, dass auch die polnischen Schülerinnen und Schüler eine ganz normale Jugend mit ganz ähnlichen Interessen haben wie sie. Mit diesem Austausch könne ein Miteinander im zusammenwachsenden Europa geschehen,“ so Kurschus.

 

Der Austausch wurde finanziell vom Deutsch-Polnischen-Jugendwerk (DPJW) unterstützt.

 

Christoph Heigel

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