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Ein Mönch in Fritzlar- seiner Zeit weit voraus: St. Wigbert

Als eine der bedeutendsten Gründungen betrachtete Bonifatius Fritzlar. Aus dem Kloster Glastonbury berief er St. Wigbert zum Leiter des Klosters und zur Gründung und Leitung einer Schule. Um 670 geboren, kam St. Wigbert in jungen Jahren in dieses damals blühende Benediktinerkloster und hielt seiner Schule als Lehrer bis zum 50. Lebensjahr die Treue. Zeitzeugen beschreiben ihn als einen Lehrer, dessen Wissen ebenso überragend war wie seine Mitmenschlichkeit. Seine Bescheidenheit und Nächstenliebe beeindruckten viele.

So ist St. Wigbert der Gründer der ersten Schule in Hessen, Lehrer (z. B. auch von Sturmius und Lullus), Glaubensbote, unermüdlich hilfsbereit wann immer er gerufen wurde, fähig, sich angesichts neuer Aufgaben auch dann umzustellen, wenn es galt, das bisher an Ansehen, Sicherheit und Geborgenheit Erreichte aufzugeben und völlig neu zu beginnen. Wigbert war eine überragende Persönlichkeit seiner Zeit. Er setzte sein ganzes Können für das Wohl anderer ein. Gläubig, geduldig, menschenfreundlich und selbstbewusst legte er geschichtsmächtige Fundamente, die bis heute unsere Kultur tragen. Genau wie die Schule, die seinen Namen trägt, im Jahre 2001 einhundert Jahre alt sein wird und dennoch jung, dynamisch und vital ist, so ist ihr Namenspatron, der entsprechend angelsächsischer Klosterkultur universalgebildete erste Lehrer in Hessen auch und gerade heute gegen Art von Bestrebungen wissenschaftlicher und menschlicher Vereinsamung ein sympathisches und nachahmenswertes Vorbild.

Trotz seines Alters trat er die damals weite und beschwerliche Reise an. Er stellte sich der neuen Aufgabe entschlossen und mit ganzer Kraft. Abt eines an der Grenze zu den Sachsen gelegenen und deswegen stets gefährdeten Klosters, Lehrer an einer im Zeitalter der "Karolingischen Renaissance" mit hohen Erwartungen geförderten Schule, Glaubensverkünder und Erbauer der Basilika in Fritzlar. Seiner Persönlichkeit verdankte Fritzlar die Erhebung zur Stadt und vielfältige Verbindungen zu berühmten Klöstern, den Zentren der durch die Begegnung mit der Antike aufblühenden Geisteswissenschaften.

Wigbert in Ohrdruf

Wiederum galt es für den vielseitig erfolgreichen Mönch und Mann der Schule völlig neu anzufangen. Fritzlar, das ihm zur zweiten Heimat geworden war, sollte er nun wieder verlassen. Bonifatius bat Wigbert, in Ohrdruf eine gleiche Pioniertat zu vollbringen. Obwohl ihm die Trennung von Fritzlar schwer fiel, nahm er diese Aufgabe an und wurde im Jahre 737 Leiter des Kloster Ohrdruf. Auch in Ohrdruf beeindruckte er durch Bescheidenheit und übereinstimmung von persönlicher Lebensführung und öffentlich vertretenen Grundsätzen. Mit seinem unermüdlichen Eifer wurde schon in kurzer Zeit auch das Kloster Ohrdruf eine vorbildliche Stätte der Pflege von Nächstenliebe und Bildung. Aber inzwischen hatte Wigbert seine Kräfte aufgerieben. Er bat Bonifatius, in sein geliebtes und unvergessenes Fritzlar wieder zurückkehren zu dürfen.

Zahlreiche Legenden ranken sich um seine Person. Schon um 935 verfasste ein unbekannter Hersfelder Mönch die Miraculi sancti Wigberti. Seine Abbildung mit Kelch und Traube erinnert an ein "Weinwunder". Eines Tages, heißt es, suchte er in der Sakristei vergeblich Messwein. Kurz entschlossen pflückte er vor der Kirche tief herabhängende Weintrauben und presste sie mit bloßen Händen über seinem Messkelch aus. Der Saft wurde zu Wein. Eine übrig gebliebene Beere jedoch pflanzte er vor der Kirche in den Erdboden. Nach der Messe antwortete er auf die Frage eines ängstlichen Mönches nach der Gültigkeit seines Weines seelenruhig: "Wenn mein Tun Gott angenehm ist, so wird er es hier innerhalb von neun Jahren zeigen." Tatsächlich wuchs an dieser Stelle ein großer Weinstock. St. Wigbert erscheint in dieser Legende als unkonventioneller und pragmatischer Mensch, der sich situationsgerecht verhält. Sein Gewissen wusste St. Wigbert stets im Einklang mit Gott. Weitere Attribute Wigberts sind ein Beil als Anspielung auf seine bedeutende "Entwicklungshilfe" bei der Kultivierung des rauen Buchenlandes, ein Fisch, den ihm ein Vogel vom Himmel herab schenkte, ein Hinweis auf das Geschenk des Evangeliums (Fischsymbol für Christus), das ihm nach eigener Bekundung "Richtschnur der ganzen Lebensführung" war. Gelegentlich sieht man Kirchenmodelle in seinen Händen, war er doch Baumeister von Kirchen und Kapellen.

Auch nach seinem Tod sollen erstaunliche Wunder geschehen sein. Eine Taube überflog dreimal sein Grab, ein Hinweis darauf, dass sein ganzes Wirken als vom Geist Gottes erfüllt angesehen wurde. Daher wird er oft mit einer Taube, dem Symbol des Heiligen Geistes, abgebildet.
    

Adresse

Wigbertschule

Jahnstraße 9
36088 Hünfeld
 
Telefon  (06652) 2033
Telefax  (06652) 917243

 

 

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