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Das Biotechnikum zu Besuch an der Wigbertschule

Die Initiative "Biotechnikum: Leben erforschen - Zukunft gestalten" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung macht auf ihrer Hessen-Tour 2010 für drei Tage Station an der Wigbertschule und ermöglicht  Schülerinnen und Schüler der Biologiekurse der Oberstufe Einblicke in die Biotechnologie.

Nach drei Jahren Wartezeit stand nun für drei Tage das so genannte "Biotechnikum", ein Laborbus des Bundesforschungsministeriums bei uns auf dem Schulhof der Wigbertschule.
Von 2008 bis 2013 ist das Biotechnikum mit seinem integrierten Labor und Ausstellungsraum in Deutschland unterwegs.
Praktisch arbeiten konnten bereits am Montag und Dienstag die Biologie-Leistungskurse, indem Sie wie Kriminalisten einen genetischen Fingerabdruck anfertigten.

Am Mittwoch hielt dann Dr. Niklas Nolt, Mitarbeiter des Biotechnikums, einen  Vortrag für alle Biologiekurse über die Möglichkeiten der Biotechnologie im 21. Jahrhundert.
Der Referent selbst erlangte das Interesse an der Biologie durch Schule, studierte nach dem Abitur klassische Biologie und spezialisierte sich auf molekulare Mikrobiologie.
Er forschte an einem Bakterium, welches Aceton synthetisieren kann und promovierte auch zu diesem Thema. Nach sieben Jahren Laborarbeit begann er mit der Öffentlichkeitsarbeit im Biotechnikum.

Die Biotechnologie als Schlüsseltechnologie des 21. Jhd. erforscht biologische Systeme und wendet sie praktisch an. Als Querschnittstechnologie vereint sie viele Bereiche der Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Informatik mit Biologie) in sich.
Die Geschichte der Biotechnologie reicht zurück bis 4000 v.Chr (Verwendung von Hefe in alkoholischen Getränken); heute umfasst die Arbeit der Biotechnologen drei große
Themenbereiche:
In der so genannten "Roten Biotechnologie" - Gesundheit, Ernährung geht es z.B. um die biotechnologische Produktion von Insulin , Diagnostik und die regenerative Medizin mit der Stammzellforschung.

Die landwirtschaftliche Technologie, welche auch "Grüne Biotechnologie" genannt wird, beschäftigt sich u.a. mit transgenen Pflanzen. Hier werden Pflanzen mit Hilfe unterschiedlicher Methoden Gene eingeschleust, die sie z.B. resistent gegen Schädlinge machen. Bekannt geworden und viel diskutiert wurde hier vor allem in den letzten Jahren der transgene Mais. Dr. Nolt informierte in diesem Zusammenhang auch über den langen Weg von ersten Versuchen im Labor bis zur Marktzulassung transgener Pflanzen.

Der dritte Themenbereich der Biotechnologie umfasst die Produktion und den Umweltschutz und wird auch die "Weiße Biotechnologie" genannt.
Die Syntheseleistung von Mikroorganismen wird vielfältig genutzt; so z.B. zur industriellen Herstellung von Zitronensäure und biologischer Katalysatoren (Enzyme).
Gezielt eingesetzt werden Bakterien z.B. zum Abbau von Öl nach Ölkatastrophen.
Nach dem Vortrag und im Rückblick auf das Praktikum im Biotechnikum waren sich die Schüler einig: Es wurde ihnen  ein sehr interessanter Einblick in den komplexen Bereich der Biotechnologie und die Arbeit eines Biotechnikers ermöglicht. Da viele Unterrichtsthemen  des Leistungskurses aufgegriffen wurden, empfanden einige Schüler es auch als eine kleine Hilfe für die Vorbereitung auf die Abiturprüfung.
Auch in Hinblick auf die bevorstehende Berufswahl gab es Anregungen und es wurden für den ein oder anderen Schüler neue Perspektiven aufgezeigt.                                                        



Adresse

Wigbertschule

Jahnstraße 9
36088 Hünfeld
 
Telefon  (06652) 2033
Telefax  (06652) 917243

 

 

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