Schule Slider 1

Schule Slider 3

Schule Slider 2

Schule Slider 5

Previous
Next

Von der "Bischöflichen Lateinschule" zum "staatlichen Gymnasium"

Am 15.4.1901 wird die "Bischöfliche Lateinschule" mit 50 Schülern in der Sexta eröffnet. Ostern 1907 ist mit der Einrichtung der Obertertia (Klasse 9) der Ausbau der Schule abgeschlossen. 10 Jahre später übernimmt die Stadt Hünfeld die Trägerschaft der Schule als "Städtische Lateinschule".
Ostern 1924 wird die Städtische Lateinschule mir der Städtischen Höheren Mädchenschule unter einheitlicher Leitung und mit gemeinsamen Lehrerkollegium zusammengeschlossen. Die Jungen und Mädchen werden aber noch nicht koedukativ, also gemeinsam, sondern in eigenen Klassen getrennt unterrichtet. Wer von den Jungen und Mädchen der Hünfelder Lateinschule nach der Obertertia (Kl. 9) Abitur machen möchte, muss nach Fulda oder Hersfeld reisen oder dort Logie nehmen.
Vom Jahre 1937 an - die Nationalsozialisten organisieren ihr Schulsystem nach ihren ideologischen Vorstellungen - neigt sich für die Hünfelder Schulgemeinde die Zeit der gymnasialen Strukturen. Mit Beginn des neuen Schuljahres nach Ostern 1939 zerstört man die höhere Schule; Rektor Dr. phil. Berthold Leinweber hat eine neue Mittelschule aufzubauen. 1942 ist dieser Verwaltungsprozess im Sinne nationalsozialistischer Bildungspolitik abgeschlossen.
Nach dem 2. Weltkrieg wird in Hünfeld das Schulsystem unter amerikanischer Kontrolle neu belebt. Nach dem totalen militärischen Zusammenbruch des Deutschen Reiches lag die politische Gewalt in den Händen der Besatzungsmächte. So geht auch die Wiedereröffnung der Städtischen Lateinschule auf die Initiative des amerikanischen Militärgouverneurs von Hünfeld, Cpt. Liebhafsky, zurück. Bereits am 21. Juli 1945 gewinnt er Dr. Josef Metzger, der der Laienkongregation der Maristen-Schulbrüder angehörte und bis zum Kriegsende an der Bischöflichen Lateinschule in Geisa unterrichtete, als künftigen Leiter der Schule. Nach längeren Verhandlungen mit den zuständigen amerikanischen und deutschen Behörden kann die Schule am 22. Oktober 1945 als Städtische Lateinschule wieder eröffnet werden. Dr. Metzger brachte zuvor in seinen Eingaben an die zuständigen Stellen zum Ausdruck. dass das Unrecht, das die Nazis der Schule zugefügt hatten, wieder gutgemacht werden müsse und dass sowohl die Bevölkerung als auch die amtlichen Stellen Hünfelds die Wiedereröffnung einer Lateinschule wünschten. (Oskar Hohmann, Festschrift der Wigbertschule 1976, S.16) Dr. Metzger bemüht sich in mehreren Eingaben an das Großhessische Staatsministerium unter dem ersten, von den Amerikanern eingesetzten Ministerpräsidenten Prof. Dr. Karl Geiler darum, dass die inzwischen auf eine Untersekunda (Kl. 10) weitergewachsene Lateinschule als Progymnasium anerkannt werde.
Die US-Militärregierung genehmigt die Eröffnung des Progymnasiums Hünfeld, und die zivile Großhessische Staatskanzlei in Wiesbaden fertigt am 28. Juli 1946 den dazu nötigen Erlass des Ministers für Kultus und Unterricht aus. Wer von den Schülern und Schülerinnen die 10. Klasse schafft, kann künftig ohne eine besondere Aufnahmeprüfung in die gymnasiale Oberstufe in Fulda oder anderswo eintreten.
Fünf Jahre später feiert das Hünfelder Progymnasium unter seinem nächsten Schulleiter, dem Theologen und Philologen Dr. Wilhelm Kratz, seit 1948 im Amt, am 15. April 1951 das fünfzigjährige Bestehen der Schule. Von diesem Tag an trägt das Progymnasium den Namen "Wigbertschule - Höhere Schule der Stadt Hünfeld". Denn die Stadtverordnetenversammlung entschied sich am 27. Februar 1951 für diesen Namen in Erinnerung an den Gründer und ersten Schulleiter, Rektor Wigbert Sondergeld, und an den Mönch und Schulmann Wigbert der Merowingerzeit, einen Schüler des Hl. Bonifatius. Im Bewusstsein der Schulgemeinde verknüpft man heute den Patronatsnamen der Schule mehr mit dem aus England stammenden Lehrer und späteren Abt von Fritzlar (gestorben 737/738), dessen Gebeine am 13. August 780 in die Hersfelder Stiftskirche überführt wurden. Der 13. August ist von 1951 an Patronatstag der Wigbertschule.
Mit der Zeit des beginnenden "Wirtschaftswunders" verbessert sich die Lebensqualität der westdeutschen Bevölkerung, und die Wigbertschule wächst. 1954 - Bundeskanzler Adenauer steht in seiner zweiten Amtszeit - wird mit dem Aufbau der gymnasialen Oberstufe begonnen und zum ersten Mal wird am 5. März 1957 die Reifeprüfung von 13 Schülerinnen und Schülern abgelegt.
Die Stadt- und die Kreisverwaltung Hünfeld kümmern sich seit 1954 darum, die ständige Schulraumnot durch Schulneubauten zu meistern. Das bedeutet zugleich: die Schulgemeinde - seit 1965 an den Kreis Hünfeld als ihren Schulträger gebunden - ,.wandert und bezieht in geraumen Zeitabständen neue Schulgebäude, zuerst 1955 in der Mackenzeller Straße. dann 1969 in der Jahnstraße, wo heute die "Jahnschule" untergebracht ist, und endlich 1975 - dem Stadtkern wieder etwas näher - das "Schulzentrum Hünfeld" in der Jahnstraße. Inzwischen (Herbst 1972) ist die Trägerschaft der Schule im Rahmen der Gebietsreform an den Landkreis Fulda übergegengen.  H. Zander
    

Adresse

Wigbertschule

Jahnstraße 9
36088 Hünfeld
 
Telefon  (06652) 2033
Telefax  (06652) 917243

 

 

Interner Bereich

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Anmelden