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KURS 21 - Lernpartnerschaften

Intention

In den Schulen sind heute praxisrelevante Themen und Unterrichtsformen gefragt, die Schülerinnen und Schüler zur aktiven und selbstbestimmten Einflussnahme in der Gesellschaft befähigen. Ein wichtiger Anknüpfungspunkt für eine moderne Form des Lernens ist die Auseinandersetzung mit Unternehmen und ihrer Rolle in der Gesellschaft. Lernpartnerschaften sind 1:1-Beziehungen zwischen allgemein bildenden Schulen und Unternehmen aus der Nachbarschaft oder der Region. Bei den Partnerunternehmen handelt es sich in der Regel um mittelständische Unternehmen. Die Strategie aus der Sicht des Ausbildungsmarketings besteht darin, dass sich Unternehmen als kompetenter Ansprechpartner zu verschiedenen Fragestellungen des Normal-unterrichts für Lehrer und Schüler präsentieren, um sich gleichzeitig auch als interessanter Arbeitgeber anzubieten.

  Aufbau

Der Aufbau der Lernpartnerschaften erfolgt auf der Basis der Fachkompetenz der regionalen Koordinatoren unter Berücksichtigung abgestimmter Strategien des Kooperationsmanagements. In mehreren Planungstreffen werden die Grundzüge der Zusammenarbeit festgelegt und die Ziele der Kooperationsmaßnahmen für den ersten Kooperationsschritt definiert. Die Lernpartnerschaft ist auf Systematik und Langfristigkeit angelegt und verspricht somit eine nachhaltige Wirkung für die Lernenden. Für die Schule bedeutet sie eine Öffnung zu außerschulischen Lernpartnern und für die Unternehmen eine Vernetzung im Bildungssystem der Region.

 Unikat

Jede Kooperation ist ein Unikat, das die Wünsche und Möglichkeiten von Schule und Partnerunternehmen berücksichtigt. Auf der Basis der gemeinsam festgelegten Absprachen wird eine Kooperationsvereinbarung in Form eines Vertrages geschlossen. Dieser organisatorische Rahmen bildet das Grundgerüst für die Zusammenarbeit. Dabei wird eine möglichst breit angelegte profil bildende Zusammenarbeit angestrebt.

 Inhalte

Die Lehrpläne geben den inhaltlichen Rahmen für die Zusammenarbeit vor. Das bedeutet, die Inhalte werden am konkreten Beispiel des Partnerunternehmens behandelt. Das Unternehmen dient dabei der Partnerschule als Modell der Wirklichkeit in Arbeitswelt und Wirtschaft. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich z. B. mit den Produkten und ihrer Herstellung, mit den Aus-wirkungen der Globalisierung auf den Standort, mit dem Unternehmensleitbild oder mit den erwarteten Schlüsselkompetenzen für den Einstieg in den Beruf. Die Zusammenarbeit aus den Fächern oder in fachübergreifenden Ansätzen erfolgt auf der Grundlage der schulischen Curricula.

 Hilfestellung

Lernpartnerschaften bringen auf diese Weise innovative, handlungs- und praxis-orientierte Themen in den Unterricht. Für die Lehrerinnen und Lehrer ist Zusammen-arbeit im Rahmen von Lernpartnerschaften in der Regel ungewohnt. Um den Einstieg in Lernpartnerschaften zu erleichtern, werden Materialienpakete zu einem Schwerpunktthemenfeld angeboten. In weiteren Unterstützungsangeboten, wie Workshops, Fortbildungsveranstaltungen und Beratungen werden den Lehrerinnen und Lehrern Hilfestellung für ihre Arbeit gegeben.

 Unterscheidung

KURS-Lernpartnerschaften unterscheiden sich von vielen anderen Initiativen dadurch, dass Entwicklungen in Gang kommen, die nicht nach Beendigung des Förderzeitraumes enden. Sie führen vielmehr zu strukturellen Veränderungen und zu selbst tragenden Systemen. Eine Evaluationssystematik sorgt dafür, dass Kooperationsaktivitäten, die sich bewährt haben, als „Kooperationsroutinen“ in den Schulprogrammen der beteiligten Schulen verankert werden.

 

Vorteile für Lehrerinnen und Lehrer

Im Unterricht

·   Schülerinnen und Schüler sind motivierter beim Unterricht. Die Vermitt­lung von Wissen wird zielorientierter – wenn Schülerinnen und Schülern eine berufliche Perspektive aufgezeigt  wird, verstehen sie den Sinn des Lernens besser.  

·   Der Unterricht geht weg von den Schulbuchinhalten und ein direkter Alltagsbezug wird hergestellt. 

·   Die Kooperationen beteiligen außerschulische Experten am Unter­richt, die praxis-bezogenes Wissen in die Klassen bringen. Die Schülerinnen und Schüler fühlen sich oft eher ernst genommen und lernen schon in der Schule Menschen und Umgangsweisen aus der späteren Arbeitswelt kennen.

·   Kooperationen fördern die Einübung neuer Unterrichts-formen wie etwa bei Projektarbeit oder fachüber-greifendem und fächer­verbindendem Unterricht.

 

In der Schule

·   Durch Betriebspraktika erhal-ten die Lehrerinnen und Lehrer einen Einblick in andere Berufe und können ihre Schülerinnen und Schüler besser auf das Arbeitsleben vorbereiten.

 

·   Lernpartnerschaften tragen zur Schulentwicklung bei: Eine Schule, die eng mit einem Unternehmen kooperiert, erweitert ihren Horizont. Die Schulen kann praxisbezogener lehren – sei es durch die Teil­nahme an Fortbildungsmaßnahmen des Unternehmens oder durch die Beteiligung an Entwicklungsprozessen innerhalb der Partnerfirma.

·   Lehrerinnen und Lehrer bleiben am Puls der Zeit und probieren neue Unter­richtsformen aus

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 Mehr Informationen zu KURS21

 

 

 

 

 

 

Vorteile für Schülerinnen und Schüler

·   Sie werden mit dem Unternehmen „groß“ und wissen, was sie erwartet, wenn sie sich später dort um einen Ausbildungs-platz bewerben.

·   Sie lernen die ganze Bandbreite der vorhan-denen Ausbildungsplätze kennen und können sich dann bewusster ent-scheiden. Dadurch ver-ringert sich die Abbruch-rate bei den Azubis.

·   Sie entwickeln mehr Selbstvertrauen und übernehmen Verantwortung, wenn sie im Betrieb eine praktische Aufgabe zugewiesen bekommen.

Vorteile für Unternehmen

·   Unternehmen können durch die Kooperation frühzeitig qualifizierten Nachwuchs finden.

·   Sie können Einfluss auf die Qualität künftiger Auszubildender nehmen, da bereits im frühzeitigen Kontakt zu Schülerinnen und Schülern auf die Erwartungen an einen Azubi hingewiesen werden kann.

·   Die Zusammenarbeit mit einer Schule dient der Sicherung und Verbesserung des Standortes, aber auch der Image- und Akzeptanzverbesserung für Unternehmen.

·   Das Unternehmen bleibt durch den Kontakt mit Jugendlichen, ihren Fragen, Erwartungen und Anschauungen jung.

·   Die Abbruchrate bei Azubis verringert sich, weil Schülerinnen und Schüler frühzeitig die Ausbildungsberufe kennen lernen und nicht unvorbereitet und mit falschen Erwartungen in die Ausbildung gehen.