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Walter Heller liest für Deutsch-Leistungskurse

Wie kamen Sie dazu zu dichten? Welche Intention verfolgen Sie mit Ihren Gedichten? Warum verwenden Sie keine Kommas? Wie lange dauert es, ein Gedicht zu verfassen?

Diese und noch viele Fragen mehr durften die Schüler und Schülerinnen der Deutsch-Leistungskurse der Gymnasialen Oberstufe an der Wigbertschule dem ehemaligen Deutschlehrer und Dichter Walter Heller stellen.

Im Verlauf seines zweistündigen Vortrags, der auf Augenhöhe mit den Schülerinnen und Schülern stattfand, klärten sich viele Fragen. Bereits mit 14 Jahren habe er sein erstes Gedicht geschrieben, dem im Laufe der Jahre viele weitere poetische Texte folgten.

Für die Lesung an der Wigbertschule brachte er in Anlehnung an das Unterrichtsthema „Naturlyrik“ eine Auswahl seiner Naturgedichte mit.
Während das erste Gedicht „Attischer Tag“, das an seine Auslandstätigkeit als Deutschlehrer in Griechenland erinnert, noch von einer inspirierenden und verzaubernden Natur handelt, wird in den nachfolgenden Gedichten immer deutlicher, dass die Natur auch ihre Schattenseiten hat bzw. die Natur durch den Menschen bedroht wird.

Auf die im Unterricht immer wieder auftretende Frage nach dem Entstehungsprozess von Gedichten erläuterte Walter Heller, ein Gedicht entstehe meist nicht – wie von Schülern oft vermutet – innerhalb von einer Stunde, sondern durchlaufe einen langwierigen Prozess. Häufig passiere es, dass ihm zunächst nur ein Vers oder sogar nur ein Wort einfalle und er das Gedicht darum herum aufbaue. Die restlichen Worte brauchten dann oft Wochen, um „perfekt“ zu klingen, und selbst dann falle ihm manchmal nach der Veröffentlichung des Gedichts doch noch ein treffenderes Wort ein. Dies sei aber nicht nur bei ihm der Fall, sondern auch bei vielen anderen berühmten Dichtern wie z.B. Goethe durchaus gängige Schaffenspraxis.

Walter Heller rezitierte an diesem Vormittag jedoch nicht nur aus seinen poetischen Texten, sondern erzählte auch von seinen Erfahrungen im und nach dem Zweiten Weltkrieg, die ihn unter anderem zu dem Schreiben von Gedichten und Geschichten bewegt haben.

Den Schülerinnen und Schülern gab der Besuch des Autors Heller die Möglichkeit, die poetischen Texte aus einer anderen Sichtweise als der des Lesenden, nämlich aus der des Dichters zu betrachten und somit den Entstehungsprozess und die Intention eines Gedichtes besser nachvollziehen zu können.

Kristin Suppelt und Tatjana Reiter 

Adresse

Wigbertschule

Jahnstraße 9
36088 Hünfeld
 
Telefon  (06652) 2033
Telefax  (06652) 917243

Email Wigbertschule

 

 

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