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„Kann man das Lernen lernen?“

Vortrag für Eltern in der Wigbertschule

Der interessanten, durchaus aber auch elementaren Frage, ob das Lernen wirklich gelernt werden kann, widmete sich Wilfried Helms auf einem Vortragsabend in der Wigbertschule für alle interessierten Eltern.

Im Laufe des zweistündigen Referats stellte der ehemalige Lehrer Helms Tipps zum Lernen aus seinem Lernprojekt „MIND unlimited“ vor, in welchem er Vorträge, Feriencamps und Seminare zum Thema „richtig lernen“ in ganz Deutschland anbietet. Zu Beginn führte Helms Experimente mit den anwesenden Eltern durch. So sollten sie sich in verschiedenen Durchläufen erst sechs, dann neun und schließlich zwölf Zahlen merken. Spätestens bei der Zahlenreihe mit neun Zahlen war es fast unmöglich, sich jede Zahl zu merken, denn das „Ultrakurzgedächtnis“ des menschlichen Hirnes, so führte Helms aus, könne höchstens sieben einzelne Informationen aufnehmen, kurzzeitig speichern und dann wiedergeben.
Dies sei eine wichtige Erkenntnis der Lernpsychologie, welche am vorteilhaftesten beim Vokabellernen genutzt werden sollte. Kleinere Lernpäckchen vereinfachten somit das Lernen und man gelange nicht so schnell in die Demotivationsphase, in welcher das Gehirn jegliche weitere Wissensaufnahme verweigere, so Helms. Diese Phase der Demotivation sei auch dann erreicht, wenn das Kind sich zu lange mit dem gleichen Stoff beschäftige. Demnach sei es ratsam, Lernpausen einzurichten. Jedoch, zur Enttäuschung vieler Jungen und Mädchen, nicht zum Spielen oder Quatsch machen, sondern die Pause diene ausschließlich dazu den Kopf frei zu bekommen.

Doch dass zu dem richtigen Maß an Lernen und Freizeit auch noch die Notwendigkeit des „Brückenbindens“ gehört, zeigte ein zweites Experiment: Hierbei wurde einer Hälfte der Besucher eine Karte mit zwanzig wahllos aufgestellten Wörtern ausgeteilt. Die andere Hälfte erhielt die gleichen zwanzig Wörter, jedoch in Wortfeldern gegliedert. Nun galt es, diese zu lernen. Das Ergebnis war beindruckend: Während die Seite mit den wild durcheinander gemischten Begriffen sich nie mehr als sieben Informationen merken konnte, behielten die Eltern, welche aus geordneten Listen gelernt hatten, fast alle Worte im Gedächtnis. Daraus erkenne man deutlich, so Helms, dass die sinnvolle Eingliederung des zu lernenden Stoffes einen gewaltigen Vorteil bringe.

Ein weiterer wichtiger Punkt des Abends war die Rolle der Eltern beim Lernprozess der Kinder. Diese seien für die Kinder Führungsperson und Anker zugleich für die noch unsicher Lernenden. Es falle mit in den Aufgabenbereich der Eltern, das Kind zum Wiederholen des Lernstoffes zu animieren und vor allem zu motivieren. Wird der Lernstoff nicht regelmäßig wiederholt, so vergesse das Kind innerhalb einer Woche 60 % des sorgfältig Gelernten. Ebenfalls wichtig für den Erfolg des Kindes sei darüber hinaus eine gewisse Routine in ihrem Leben zu Hause.

Von dieser Fortbildung, die vom Schulelternbeirat der Wigbertschule unter Federführung von Frau Leitsch organisiert worden war, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreiche neue Erkenntnisse für die Begleitung ihrer Kinder mitnehmen.
 
Jonas Schmitt und Anna Krimmel

Adresse

Wigbertschule

Jahnstraße 9
36088 Hünfeld
 
Telefon  (06652) 2033
Telefax  (06652) 917243

 

 

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