Event Slider 2

Event Slider 4

Event Slider 3

Event Slider 1

Previous
Next

Projekttag Klasse 8f: Lernen von Amazonien – Jetzt!

Am Montag, 27. Juni 2016, haben wir, die Klasse 8f der Wigbertschule, an einem Workshop über Amazonien teilgenommen. Dafür kam Frau Cindy Völler, die die Kampagne „Lernen von Amazonien-Jetzt!“ seit April 2015 leitet, zu uns. Sie gehört zum „Verein zur Förderung der solidarischen Ökonomie“ und ist dort auch gleichzeitig Vorstandsmitglied.
Frau Völler erarbeitete mit uns die verschiedenen Anbaumethoden in den Tropen am Beispiel der Kakaobohne und thematisierte danach die Auswirkungen des Konsumverhaltens der Menschen in den reichen Industrieländer auf die Regenwälder und deren indigene Bevölkerung.
Wir haben gelernt, dass die meisten Kakaobohnen in Afrika angebaut werden, speziell an der Elfenbeinküste;  aber auch in Amazonien bildet der Kakaoanbau einen landwirtschaftlichen Schwerpunkt. Die aus dieser region erarbeitete Schokolade wird überwiegend in den reicheren Ländern konsumiert. In Deutschland werden im Durchschnitt 12 kg pro Kopf im Jahr verzehrt oder umgerechnet eine Tafel Schokolade in drei Tagen.
Wir haben drei verschiedenen Anbaumethoden kennen gelernt: die Monokultur, die Mischkultur und die Agroforstwirtschaft und haben über deren ökologischen und ökonomischen Nutzen diskutiert. Wir sind zu der eindeutigen Schlussfolgerung gekommen, dass das Agroforstwirtschaftssystem, bei dem keine Chemikalien und Pestizide verwendet werden, für die Arbeiter und die Natur am besten ist. Leider kommt es bei diesem Agrarsystem nur zu niedrigen Erträgen, so dass die Monokultur in Form von Plantagenanbau von den Unternehmen dort bevorzugt angewendet wird. Bei Monokulturen kommt zwangsläufig viel Chemie zum Einsatz, Mittel, die wir dann übrigens selber durch den Konsum der Schokolade zu uns nehmen. Wirtschaftlich ausschlaggebend ist, dass mit dieser Anbaumethoden das meiste Geld verdient wird, auch wenn so auf das sensible Ökosystem Regenwald und die darin lebenden Menschen kaum Rücksicht genommen wird.
Wir sind der Ansicht, dass eine Mischkultur ein guter Kompromiss darstellt, weil bei dieser im Vergleich zu der Monokultur weniger Chemikalien und Pestizide verwendet werden, es aber trotzdem zu einem beachtlichen Ertrag kommt. Deswegen sollten die Unternehmen unserer Meinung nach darüber nachdenken, den Kakaobohnenanbau von der Monokultur auf die Mischkultur umzustellen. Uns ist dabei durchaus klar, dass das nicht von heute auf morgen möglich ist, sondern eine gewisse Umstellungszeit braucht.
Außerdem haben wir anhand eines Rollenspiels den fairen Handel gegenüber dem konventionellen Handel nachgespielt. Alle Schülerinnen und Schüler schlüpften in bestimmte Rollen, die für das Handeln mit Kakaobohnen charakteristisch sind: Vom einfachen Arbeiter, über den Zwischenhändler, dem Unternehmensbesitzer, dem interessierten Reporter bis zum Kioskbesitzer mussten die unterschiedlichsten Rollen vertreten werden.
Danach haben wir im Stuhlkreis über die beiden beschriebenen Arten des Handels diskutiert und v.a. die Zusammenhänge zwischen Bezahlung und Arbeitsklimas herausgestellt und kritisch hinterfragt. Dabei wurden auch die immer zahlreicher werdenden Nachhaltigkeitssiegel in Augenschein genommen. Ein 15-minütiger Film „Die Nachhaltigkeitslüge“ rundete das Projekt in der darauffolgenden Unterrichtsstunde ab.
Der Workshop hat uns aufgezeigt, dass wir – die reiche Industriegesellschaft in Europa und Nordamerika – eine gewisse Mitschuld und damit eine Mitverantwortung für die schlechten Zustände der Tropischen Regenwälder und der Bevölkerung in Amazonien tragen, auch wenn wir so weit weg sind. Es gilt wachsam zu sein und Kleinigkeiten zu ändern – zum Beispiel öfter fair gehandelte Schokolde essen, auch wenn sie etwas teurer ist.

Adresse

Wigbertschule

Jahnstraße 9
36088 Hünfeld
 
Telefon  (06652) 2033
Telefax  (06652) 917243

 

 

Interner Bereich

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Anmelden