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Hünfelder Schule macht Weihnachtsmusik

Adventskonzert der Wigbertschule in der Pfarrkirche St. Ulrich

Als in die dunkle Pfarrkirche St. Ulrich in Hünfeld etwa 90 Schülerinnen und Schüler mit Kerzen in den Händen und „Magnificat“ summend einziehen, läuft vielen schon ein Schauer über den Rücken. So jedenfalls haben es etliche Besucher des überfüllten Konzertes im Anschluss zugegeben, nachdem am Vorabend des letzten Schultages vor den Weihnachtsferien Streicher, Bläser und Sänger zeigten, was sie in den Wochen davor in vielen Proben einstudiert hatten.
Das Blasorchester Bl-O-W unter Leitung von Martin Genßler eröffnete den Abend mit der Jermiah-Clarke-Suite, ein Arrangement, das verschiedene barocke Tänze und Märsche des englischen Komponisten Clarke verarbeitet. Mit einer großen Bandbreite an Klangfarben vermochte das Blasorchester verschiedene musikalische Vorstellungen von Weihnachten darzustellen: In „Bethlehem Triptych“ klassische Carols aus England, dagegen in „Christmas Swing“ den amerikanischen etwas kitschigen Traum von einem idealen weißen Weihnachtsfest. Dies schafften die 40 Bläserinnen und Bläser und den Schlagzeugern auf eindrucksvolle Weise.
Dass auch die jüngsten Schülerinnen und Schüler zu einem Adventskonzert eines Gymnasiums beisteuern können, zeigte sich im Auftritt einiger Klassen 5, die unter Leitung von Pia Sauer und Martin Genßler bekannte deutsche Weihnachtslieder in unnachahmlich authentischer Weise zu Gehör brachten. Weitere bekannte Weihnachtslieder spielten die Jungen Streicher des Kammerorchesters unter Leitung von Katharina Antonovska, die in einigen Familien sicherlich auch am Heiligen Abend zu hören sein werden.
Die großen Streicher, das „Kammerorchester Hünfeld und Wigbertschule“, entführten die Zuschauer dann in eine in diesem Winter bisher noch nicht richtig vorzufindende Winterlandschaft, indem sie Leroy Andersons „Sleigh ride“, eine musikalische Schlittenfahrt darboten - immer begleitet von den Schellen der Pferde. In Johann Pachelbels „Kanon in D“ und Fanny Hensels „Pastorale“ konnte das Orchester rhythmisch präzise und mit einem homogenen Klang die Zuhörer in die Barockzeit bzw. in die Romantik führen. Thomas Nüdling leitete das Orchester dabei mit klarem Dirigat.
Ebenfalls aus der Zeit des Barock und der Romantik stammen die Stücke, die ein eigens für dieses Konzert zusammengestelltes Ensemble aus 13 Lehrerinnen und Lehrer aufführte. Unter Leitung von Chorleiter Thomas Nüdling erklangen „Gott sei Dank durch alle Welt“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, „Quem pastores laudavere“ von Michael Prätorius und „In the bleak midwinter“ von Gustav Holst.
Zahlenmäßig die größte Gruppe dieses Konzertes war der Schulchor „WiVox“, der seit diesem Schuljahr mit seinem neuen Namen auf den Schulpatron Wigbert hinweist. Nach dem stimmungsvollen Einzug, der von Jonas Schmitt (EL1) begleitet wurde, stand der Choral „Nun komm, der Heiden Heiland“ in einem kanonartigen Satz von Thomas Nüdling auf dem Programm. Aus der in diesem Jahr in Hilders und Tann uraufgeführten „Luther-Messe“, ebenfalls von Thomas Nüdling, sang der Schulchor das „Agnus Dei“. Dagegen kommen aus dem Bereich des Neuen Geistlichen Liedes Richard Shephards „Song of Mary“ und Michael Wards „Immanuel“. Während im „Song of Mary“ das Magnifikat in englischer Sprache im Wechsel von verschiedenen Stimmen erklingt, stellt „Immanuel“ den Inhalt dieses hebräischen Wortes eindrücklich mit Bewegungen vor Augen: Gott ist mit uns, in welcher ausweglosen Situation wir uns auch immer befinden mögen.
Dass zu einem Chorklang auch gut ein Glockenspiel passt, zeigte der Percussionist Lukas Laibach (Q1), indem er zu dem „Kleinen Trommelmann“ von Freddy Quinn eine fast marschartige Begleitmelodie auf einem eher selten zu hörenden Soloinstrument ertönen ließ. Der Abend endete nach zwei Stunden mit dem gemeinsamen Lied „Macht hoch die Tür“, das Blasorchster, Streichorchester und Sänger vereinte.

(Christoph Heigel)