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Slam Poetry Workshop an der Wigbertschule

"Ein Gedichtworkshop??" Die Skepsis stand den Schülerinnen und Schülern zu Beginn des Workshops sichtlich ins Gesicht geschrieben, und gleich zu Beginn bestätigte sich der Verdacht, dass so recht keiner der Anwesenden mit einem Poetry Slam etwas anfangen konnte, geschweige denn selbst Gedichte schreibt. Mit seiner lockeren und humorvollen Art gelang es Dan Leamen, Slam Poet aus den USA, jedoch recht schnell, die anfängliche Skepsis der Schüler zu überwinden. Er war an die Wigbertschule gekommen um den Schülerinnen und Schülern einerseits etwas aus dem bewegten Leben eines professionellen Dichters zu erzählen und ihnen andererseits zu zeigen, wie man selbst lyrische Texte auf Englisch verfasst.  
Dan Leamen aus Colorado ist in Deutschland auf Einladung des Amerikanischen Generalkonsulats nach Deutschland gereist. Von Februar bis Oktober 2011 sind im Rahmen des "German American Poetry Slam Deluxe - Spoken Wor(l)ds" Programms amerikanische Slam Poeten in Deutschland unterwegs und nehmen an Dichterwettstreiten in der ganzen Bundesrepublik teil. Das Programm wird unterstützt von der amerikanischen Botschaft in Berlin und organisiert vom Information Resource Center des amerikanischen Generalkonsulats in Frankfurt. Dan Leamen, der nebenbei Literatur an der Universität Glasgow studiert, ist der erste Slam Poet der im Rahmen dieses Programms in Deutschland unterwegs ist und neben Auftritten bei Poetry Slams Workshops für Schulen anbietet, bei denen die grundlegende Idee eines solchen Slams vermittelt wird.
Bei einem solchen Poetry Slam (sinngemäß: Dichterwettstreit oder Dichterschlacht) werden einem Publikum und einer Jury aus fünf Personen selbstverfasste literarische Texte vorgetragen, die eine vorgegebene Länge nicht überschreiten dürfen. Die Veranstaltungsform entstand 1986 in Chicago und verbreitete sich in den neunziger Jahren weltweit, allein in Deutschland fanden 2009 an über 100 Veranstaltungsorten regelmäßige Poetry Slams statt. Die Jury vergibt bis zu zehn Punkte pro Text, der Sieger des Poetry Slam ist der Dichter mit der höchsten Punktzahl.
Die Schüler des Englischgrundkurses der Jahrgangsstufe 12 hörten Dan, der in seiner Heimat recht bekannt ist, mit wachsendem Erstaunen und Interesse zu - ein Dichter, der vor tausenden von Menschen seine Gedichte vorträgt ist doch eher ungewöhnlich. Dan erzählte aus dem Leben eines Dichters, der sein Geld mit solchen Auftritten verdient, und trug selbst geschriebene Gedichte vor, wie zum Beispiel seine Ode an die Großmutter des japanischen Hausmädchens. In einem zweiten Teil des 90minütigen Workshops war es nun an den Schülern, sich selbst an einem Gedicht zu versuchen. Wichtig sei dabei nicht, dass sich die Zeilen reimten oder ein besonderer Rhythmus eingehalten werde, so Dan Leamen, sondern dass die Dichter Freude am Schreiben dessen hätten, was ihnen zu den in diesem Fall vorgegebenen Wörtern einfällt. Zu unterschiedlichen Kategorien (z.B. Liebe, Körperteil, Obst, Tageszeit) mussten vier Wörter genannt werden, die Dan an der Tafel festhielt. Aufgabe der Schüler war es dann, ein Gedicht daraus zu basteln, in dem jedes dieser Wörter einmal vorkam und dass an eines der genannten Früchte adressiert sein sollte. In Gruppen oder allein setzten die Schüler sich zusammen und brachten ihre Einfälle zu Papier - und am Ende des Workshops konnten alle unter dem Applaus der Gruppe und des amerikanischen Slam Poeten ein selbst geschriebenes Gedicht vortragen.

Adresse

Wigbertschule

Jahnstraße 9
36088 Hünfeld
 
Telefon  (06652) 2033
Telefax  (06652) 917243

 

 

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