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Ausstellung zur Geschichte der Russlanddeutschen

Zarin Katharina die Große von Russland holte sie ab 1763 ins Land: Auswanderungswillige Deutsche, die die russischen Weiten kolonisieren und urbar machen sollten. Man versprach ihnen Vieles, hielt jedoch nur wenige Versprechungen ein, was schon mit der „freien“ Wahl des Siedlungsgebietes anfing: In 3.536 deutschen Kolonien an der Wolga, in der Ukraine, im Kaukasus, Bessarabien, im Raum Moskau und St. Petersburg wurden die Deutschen planmäßig angesiedelt, zum Teil argwöhnisch von ihren russischen Nachbarn betrachtet. Obwohl sie Hervorragendes im Bereich von Landwirtschaft und Technik leisteten, Schulen errichteten und ihre Kultur pflegten, wurden die Russlanddeutschen im Laufe der Zeit zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt. Vor allem geschah dies in den Zeiten des Ersten und Zweiten Weltkriegs, wo man sie kollektiv der Kollaboration mit Deutschland und der Spionage verdächtigte und sie aus ihren Kolonien ins ferne und unwirtliche Sibirien oder nach Kasachstan  zwangsumsiedelte. Auch in den Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg waren „die Deutschen“ eine nationale Minderheit zweiter Klasse in der ehemaligen UdSSR, hier bei uns sind sie vielfach als Aussiedler und Spätaussiedler „die Russen“ - und wieder begegnen sie einer Reihe von Vorurteilen…
An dieser Stelle setzte das Schulprojekt „Integration in Deutschland am Beispiel der russlanddeutschen Spätaussiedler“ an, das am 05. und 06. Juni 2008 an der Wigbertschule durchgeführt wurde. Mit großem pädagogischen Geschick, Einfühlungsvermögen und einem Schuss „Herzblut“ sowie multimedialer Unterstützung präsentierte der russlanddeutsche Lehrer Jakob Fischer, teilweise unterstützt von der Hünfelder Aussiedlerbeauftragten Anna Neubauer, die Ausstellung „Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland“. Sämtliche Klassen 8, 9 und 10 wurden von ihm durch die Ausstellung geführt, für das Thema motiviert, mit Aussagen von Betroffenen und den gängigen Vorurteilen konfrontiert. Herr Fischer leistete nicht nur die notwendige Aufklärungsarbeit, sondern trug durch zahlreiche persönliche Erfahrungen als Zeitzeuge dazu bei, dass Vorurteile z. T. ausgeräumt werden konnten und die Veranstaltung in jeder Beziehung als voll gelungen betrachtet werden konnte. Die Schülerinnen und Schüler  als auch die teilnehmenden Lehrer waren sich in dieser Bewertung einig, viele waren auch noch in den Pausen und in der Mittagspause in Gesprächen mit Herrn Fischer anzutreffen, dem die Schule für sein großes Engagement herzlich danken möchte.
Die Ausstellung an die Schule geholt hatte Oberstudienrat Hans Becker, der als einer der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Konrad-Zuse-Museums in Hünfeld die Ausstellung dort bereits in Augenschein genommen hatte.
(H.B.)

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Adresse

Wigbertschule

Jahnstraße 9
36088 Hünfeld
 
Telefon  (06652) 2033
Telefax  (06652) 917243

 

 

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