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Zu einem Vortrag des US-Amerikaners Bobby Schindler am 23.April 2007 vor der Jahrgangsstufe 12

Auf Einladung der Fachschaft Katholische Religion kam Bobby Schindler, der Bruder der US-Amerikanerin Terri Schiavo, deren Fall international Schlagzeilen machte und die in Amerika durch Abbruch einer künstlichen Ernährung starb, an die Wigbertschule Hünfeld. Schindler befand sich auf einer von der Lebensrechtsorganisation AlfA e.V organisierten Deutschlandreise und machte auch in Hünfeld und Fulda Station.

Ethische Fragen zum Wert menschlichen Lebens waren im unterrichtlichen Vorfeld der Schülerinnen und Schüler sowohl in den konfessionellen Religionsunterrichten als auch in Ethik zur Sprache gekommen. Nach einem Kurzreferat in deutscher Sprache, das zwei gegensätzliche Perspektiven (eine christlich und eine nichtchristlich argumentierende) zum Thema „Euthanasie" in ihren jeweiligen Argumentationsgängen vorstellte, ging das Wort unter Moderation von Frau Studienrätin Cornelia Kaminski an Bobby Schindler über. In seinem in englischer Sprache gehaltenen Vortrag erzählte er aus der Lebensgeschichte seiner Schwester Terri Schiavo und von den medizinischen und juristischen Umständen, die zum Tode Terris geführt hatten.


Terri Schiavo starb vor zwei Jahren. 1990 war die damals 26-jährige kollabiert. Die alarmierten Rettungskräfte konnten sie zwar noch reanimieren, aufgrund der langen Sauerstoff-Unterversorgung war es jedoch zu gravierenden Schädigungen ihres Gehirns gekommen. Sie fiel in ein bis zu ihrem Tod andauerndes Wachkoma, war hinsichtlich der Ernährung auf eine Magensonde angewiesen und wurde in ein Pflegeheim gebracht. „Wir konnten zwar nicht direkt mit ihr reden, aber sie konnte auf unsere Worte und Berührungen reagieren. Sie konnte lächeln, weinen und Gefühle zeigen", beschrieb Bobby Schindler den damaligen Zustand seiner Schwester. Die Familie Schindler kümmerte sich sehr um sie, pflegte und besuchte sie sehr oft. Ihr Mann, Michael Schiavo, habe sogar einen Pflegekurs besucht, um sich um sie kümmern zu können. Ganze zwei Jahre war er für sie da, aber dann erreichte die Familie Schindler eine Email, aus der hervorging, dass er sich dafür einsetzen würde, "die Maschine" abzustellen. Das war ein großer Schock für Terris Eltern und Angehörige.

Schließlich erwirkte ihr Ehemann Michael einen richterlichen Beschluss , nach welchem die Magensonde, über die Terri ernährt wurde, entfernt werden musste. Terri starb dreizehn Tage später: verhungert und verdurstet. „Wenn Terri noch leben würde, hätte ich sie jetzt mit hierher bringen können - alles, was sie dazu gebraucht hätte, war ein Rollstuhl", erklärte Bobby Schindler, der seine Schwester als behindert, aber nicht sterbenskrank beschrieb.

Nach ihrem Tod gab er seinen Beruf als Lehrer für Naturwissenschaften auf und arbeitet seither ausschließlich für die Terri Schindler-Schiavo Foundation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die vielen anderen Familien, die in einer ähnlichen Situation sind, zu unterstützen und Menschen durch weltweite Vorträge für das Thema „Euthanasie" zu sensibilisieren.


Im Anschluss an Schindlers Vortrag machten die Schülerinnen und Schüler von der Gelegenheit mit ihm in englischer Sprache über das Vortragsthema in der Großgruppe zu diskutieren regen Gebrauch. Der lang anhaltende Beifall der Oberstufenschülerinnen und -schüler am Ende der Veranstaltung machte deutlich, wie beeindruckend der Vortrag und das Gespräch waren.

Adresse

Wigbertschule

Jahnstraße 9
36088 Hünfeld
 
Telefon  (06652) 2033
Telefax  (06652) 917243

 

 

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