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Klaus Kordon liest aus seinem beliebten Jugendroman „Fünf Finger hat die Hand“.

Ein einmaliges Erlebnis für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10

Am Freitag in der dritten Stunde waren die neunten und zehnten Klassen der Wigbertschule zu einer Autorenlesung von Klaus Kordon eingeladen. Die Veranstaltung wurde von der Elternschaft und der Buchhandlung „Der Bücherladen“ finanziert. Zunächst begrüßte Frau Hellmann, die die Lesung vorbereitet und organisiert hatte, neben dem Autor Klaus Kordon auch Martina und Johanna Milde vom „Bücherladen“ und natürlich alle Schülerinnen und Schüler, die schon gespannt auf den Beginn der Lesung im Film- und Funkraum der Wigbertschule warteten.
Kurz darauf begann Klaus Kordon mit seiner Lesung aus dem zweiten Band seiner so genannten „Jacobitrilogie“: „Fünf Finger hat die Hand“. Der historische Jugendroman spielt um 1870 in Berlin. Im ersten Band der Trilogie mit dem Titel „1848“ finden sich das Ehepaar Jacobi, das im zweiten Teil als Eltern der Hauptpersonen August, Rieke und Jakob erneut in Erscheinung tritt.
Klaus Kordon erklärte zunächst den Titel seines Buches, der auf eine Aussage der Mutter Jacobi zurückgeht, die feststellt: „Wenn ein Finger fehlt, ist die ganze Hand nicht mehr vollständig.“ Wie der Autor erklärte, stehe hinter dieser Aussage die Erkenntnis, dass die gesamte Familie nicht mehr komplett ist, wenn einem Kind etwas zustößt. Klaus Kordon führte die Schülerinnen und Schüler im Anschluss in den historischen Hintergrund seines Romans ein, der den Deutsch-Französischen Krieg und das Leben der Menschen um 1870 in Berlin zum Thema hat. Die Anwesenden hörten ihm gespannt zu und erfuhren, dass die Familie Jacobi unterschiedliche Meinungen zum bevorstehenden Krieg vertritt. Während der Vater entschieden gegen einen Krieg mit Frankreich ist, spricht sich sein Sohn August dafür aus, da er mit Nelly, der Tochter des Direktors seiner Schule, befreundet ist, deren Vater den Krieg befürwortet. Neben den zeitgeschichtlichen Informationen, die der Roman vermittelt, schildert das Buch zugleich die heimliche Liebesgeschichte von August und Nelly. Überdies erfahren die Leserinnen und Leser viel über die Lebensweise der Menschen im 19. Jahrhundert.
Wie der Autor Klaus Kordon seinem staunenden Publikum im Anschluss an die Lesung erklärte, benötigte er anderthalb Jahre zum Schreiben dieses Bandes. Er sagte: „Um ein Buch zu verfassen, muss man sich mit einem bestimmten Thema gut auseinandersetzen, zumal man alles genau schildern muss, ohne in die heutige Zeit zu rutschen und ohne dass es langweilig wird.“ Er antwortete auf die Frage, wieso er über die deutsche Geschichte schreibe: „Ich selbst bin ein Kind der deutschen Geschichte!“ Seine Inspiration für dieses Buch habe er durch die Arbeit an dem ersten Band der Trilogie gewonnen, in dem die Zeit um 1848 beleuchtet wird. Es habe ihn gereizt, den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte in einem zweiten Roman nachzuzeichnen.
Klaus Kordon erklärte, dass er in seinen Büchern vorrangig ernstere Themen aufgreife, für die er oft Anregung in der Wirklichkeit und in seinem persönlichen Leben finde. Wenn er vorhabe, ein neues Buch zu schreiben, wisse er vorab noch nicht jede Einzelheit, über die er schreiben werde, wohl aber, in welche Richtung die Geschichte gehen werde. Diese Rohplanung bezeichnet er als seinen „roten Faden im Kopf“. Wichtig für ihn sei ein Zitat von Bertold Brecht, der einmal sagte: Talent ist Interesse! Ohne Interesse, kein Talent!“
Abschließend berichtete Klaus Kordon, dass es ein großer Schritt für ihn gewesen sei, hauptberuflich als Schriftsteller zur arbeiten. Dazu habe er sich entschlossen, nachdem er schon neben seiner Berufstätigkeit als Handelskaufmann sechs erfolgreiche Bücher veröffentlicht hatte. Zum Schluss verriet Klaus Kordon, dass bereits ein dritter Band in Planung sei, der zeitgeschichtlich an den zweiten Band der Trilogie „Fünf Finger hat die Hand“ anschließe.
Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert von dem gelungenen Vortrag Klaus Kordons. Ihr besonderes Interesse galt auch seinem schicksalhaften persönlichem Leben. Als ehemaliger DDR-Bürger hatte er einen Fluchtversuch unternommen, um in der Bundesrepublik frei seine Meinung äußern zu können. Allerdings misslang die Flucht und er musste im Stasigefängnis Hohenschönhausen eine Haft verbüßen, bis er von der Bundesregierung freigekauft wurde.
Beeindruckt waren die Zuhörer davon, wie präzise Klaus Kordon auf alle Fragen zu seinen anderen Büchern einging. Daher hat er sich ein großes Lob von den Schülerinnen und Schülern verdient, die den gelungenen Vortrag als großes Erlebnis empfunden haben.
Das Lesen der Jacobitrilogie kann man allen Schülerinnen und Schülern der Wigbertschule sehr empfehlen.
(mhg unter Mitwirkung von Sarah H. und Johanna K.) 

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36088 Hünfeld
 
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